Verein
Trägerverein der Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilien ist der LesCommunity e.V.
Er beherbergt seit 20 Jahren die Lesbenberatungsstelle LeTRa, steht hinter dem LeZ, lesbisch-queeres Zentrum gUG (haftungsbeschränkt) und ist einer der fünf großen sozialpolitischen Vereine, die den CSD München organisieren und verantworten.
Mehr Infos zum Verein unter www.lescommunity.de
Die Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilien ist neben der Lesbenberatungsstelle LeTRa die zweite Maßnahme des Vereins LesCommunity e.V. Dieser ist als freier Träger im Dachverband des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Bayern e. V. als eine eigenständige, soziale Organisation verortet. Der Verein LesCommunity e. V. ist gemeinnützig und wird durch die Förderung der Stadt München sowie durch Spenden und Mitfrauenbeiträge finanziert.
Die Fach- und Beratungsstelle für Regenbogenfamilien leistet gesellschaftliche Aufklärungsarbeit, damit Regenbogenfamilien in all ihren Farben in der Münchner Stadtgesellschaft sichtbarer werden und der Prozess der Gleichstellung aller Familienkonstellationen weiter vorangetrieben wird.
Unser Angebot umfasst vier Säulen:
- Treffpunkt und Vernetzung für Regenbogenfamilien,
- Beratung zu Kinderwunsch, Patchworkfamilienund Alltag,
- Fachberatung, Fortbildung,
- Öffentlichkeitsarbeit: Platzierung des Themas in der Fachwelt sowie in der Stadtgesellschaft.
Die Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilien ist neben der Lesbenberatungsstelle LeTRa die zweite Maßnahme des Vereins LesCommunity e.V. Dieser ist als freier Träger im Dachverband des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, Landesverband Bayern e. V. als eine eigenständige, soziale Organisation verortet. Der Verein LesCommunity e. V. ist gemeinnützig und wird durch die Förderung der Stadt München sowie durch Spenden und Mitfrauenbeiträge finanziert.
Die verschiedenen hauptamtlichen Angebote der Fachstelle sollen in Zukunft durch Angebote von engagierten Ehrenamtlichen der verschiedenen Gruppen, Netzwerke und Vereinen ergänzt werden, die mit dem Themenfeld Regenbogenfamilien befasst sind.
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Unser Leitbild – Wofür wir uns einsetzen
Die Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilien setzt sich dafür ein, gesellschaftliche Bedingungen, die Regenbogenfamilien aller Farben benachteiligt, totschweigt oder unsichtbar hält, zu verändern und zu verbessern.
Dazu gehört, den gesellschaftlichen Kontext, in dem Familie stattfindet, im Blick zu behalten und Macht- und Herrschaftsverhältnisse anhand der Kategorien Geschlecht, Ethnie, Hautfarbe, Klasse, Bildung, Alter, körperliche und geistige Fähigkeiten sowie Lebensformen jeweils bei Beratung, Begleitung und Fortbildung mit einzubeziehen. Wir setzen uns für eine Gleichstellung zwischen Frauen und Männern ein und fördern eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu gehört auch, traditionelle Bilder von Mütter- und Väterrollen zu hinterfragen und Eltern darin zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Familienverständnis zu entwickeln und zu leben. Wir wollen dazu beitragen, dass nicht-heterosexuelle Familien durch mehr Teilhabe am öffentlichen Leben sichtbarer werden und sich in einer demokratischen Gesellschaft frei entfalten können.
Wir fördern ein respektvolles, achtsames und solidarisches Miteinander von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans- und intersexuellen, queeren und heterosexuellen Eltern und ihren Kindern, unabhängig ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten und Einschränkungen, ihrem kulturellen, religiösen Hintergrund und ihrer geografischen Herkunft.
März 2013: Constanze Körner eröffnet in Berlin-Schöneberg das erste Regenbogenfamilienzentrum Deutschlands!
Die Hauptstadt hat es vorgemacht: Nach vielen Jahren ehrenamtlicher Arbeit gründete Constanze Körner im März 2013 unter Trägerschaft des LSVD In Berlin-Schöneberg das erste Zentrum für (zukünftige) Regenbogenfamilien.
März 2013: Stephanie Gerlach und Barbara Stenzel vom Münchner Netzwerk LesMamas (damals noch kein Verein) fuhren gleich nach dem Startschuss nach Berlin.
Sie kamen mit dem Mantra zurück: Genau so ein Zentrum brauchen wir in München auch! Mehr als 10 Jahre ehrenamtliche Arbeit waren geleistet: Peer-to peer-Beratung, Stammtische, Ausflüge, Interviews, Veranstaltungen und vieles mehr. Eine hauptamtliche Ergänzung wurde dringend benötigt. Eine Professionalisierung musste erkämpft werden, in München sollte das zweite Regenbogenfamilienzentrum in Deutschland seine Türen öffnen!
Sommer 2013: Kontakte zu Vertreter*innen des Münchner Stadtrats wurden geknüpft.
Glücklicherweise waren die politischen Vertreter*innen sowie die Verwaltung der Landeshauptstadt München offen gegenüber der Idee. Dennoch sollte es noch einige Zeit dauern, bis die Einrichtung „Treffpunkt, Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilienmit der Arbeit starten konnte.
Februar 2014: Sitzung mit Politik, Vertreter*in Stadtrat, Koordinierungsstelle zur Gleichstellung von LGBTIQ*, LeTRa und Sub, LesMamas
Erst einmal mussten alle Akteur*innen mit ins Boot geholt werden: Vertreter*innen des damaligen Stadtrats (in Person von Lydia Dietrich/GRÜNE und Thomas Niederbühl/Rosa Liste), der Koordinierungsstelle für die Gleichstellung von LGBTIQ*, der Beratungsstellen LeTRa und Sub sowie der LesMamas. Welcher Trägerverein käme für diese Aufgabe in Frage? Bald war entschieden, dass der Verein Lesbentelefon e.V. (heute LesCommunity e.V.) das zukünftige Zentrum unter sein Dach nehmen und damit neben der Beratungsstelle LeTRa eine zweite Maßnahme beheimaten würde.
Sommer 2014: Startschuss für Konzept- und Aufbauarbeit
Die drei Kolleginnen von LeTRa, Diana Horn-Greif, Miriam Vath und Irmengard Niedl, sowie Maja Giger (LesMamas) und Stephanie Gerlach begannen, sich regelmäßig zu treffen und eine Struktur zu erarbeiten.
September 2014: Ein Stadtratsantrag von Die Grünen/Rosa Liste wird gestellt.
Dank der intensiven Vorarbeit der LesMamas gab es eine Reihe von Argumenten, warum München so eine Einrichtung dringend benötigt. Die jahrelange ehrenamtliche Arbeit wurde gut dokumentiert, die bestehenden Community-Einrichtungen konnten den ständig steigenden Bedarf an Kinderwunschberatungen sowie Fachberatungen bzw. Fortbildungen schon längst nicht mehr decken. Das Konzept hatte Hand und Fuß..
2015: Der Stadtratsantrag wurde bewilligt!
Doch die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam. Die Verhandlungen hinter den Kulissen gestalteten sich zäh. Währenddessen feilten LeTRa und die LesMamas an der Struktur und am Konzept. Die jetzigen Geschäftsführerinnen von LesCommunity Diana Horn-Greif und Miriam Vath sowie die Kollegin Irmengard Niedl von LeTRa arbeiteten mit der ersten hauptamtlichen Mitarbeiterin Stephanie Gerlach am Aufbau, bis es endlich offiziell losging.
1.Mai 2016: Die Maßnahme „Treffpunkt, Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilien“ nimmt ihre Arbeit auf!
Stephanie Gerlach startet hauptamtlich mit 20 Wochenstunden in einem kleinen Interimsbüro bei LeTRa und wird tatkräftig von den LeTRa-Kolleginnen unterstützt.
Räume finden – in München ein schwieriges Unterfangen. Mit Hilfe der Kolleginnen der Beratungsstelle Frauennotruf fand das „Regenbogenfamilienzentrum“ im Oktober 2016 tatsächlich geeignete Räumlichkeiten in Schwabing-West. Konzept, Erstausstattung, Beratungen und immer wieder Besichtigungen von Räumlichkeiten – eine unendlich vielseitige Arbeit.
1.Dezember 2016: Einzug in die Saarstr. 5, 2. Stock
Dann ging es richtig los: Räume einrichten, Strukturen herstellen, PC anschließen, und und und….
12. Januar 2017: Erste Krabbelgruppe trifft sich in der Saarstr.
Beratungen starten im neuen Beratungsraum, Veranstaltungen im Multifunktionsraum und wann soll die offizielle Eröffnung sein? Wer wird alles eingeladen? Kommt die Küche rechtzeitig?
1. Mai 2017: Die zweite Teilzeitkraft beginnt ihr Arbeit
4. Mai 2017: Die Einrichtung „Treffpunkt, Fach- und Beratungsstelle Regenbogenfamilien“ feiert ein rauschendes Eröffnungsfest mit vielen Vertreter*innen der Stadt, der Community und natürlich mit vielen Familien, die das Zentrum seither vielfältig nutzen.
Unser großer Dank gilt unserem Trägerverein LesCommunity e.V., dem Sozialreferat der Landeshauptstadt München, den ehemaligen Stadträt*innen Lydia Dietrich und Thomas Niederbühl, den LesMamas e.V. und allen, die uns seither unterstützen und begleiten.


